Wofür stehen wir als Freie Feldlage? Was macht uns aus? Wofür wollen wir uns einsetzen? Was sind unsere gemeinsamen Standpunkte?

Unsere Werte sind im Prozess der Findung. In einem wöchentlichen Format nehmen wir uns explizit dafür Zeit, diese Grundsatzdiskussionen zu führen (und auch nebenbei findet natürlich Beschäftigung damit statt).

Ein Meilenstein auf diesem Weg war der Beschluss, eine Gemeinsame Ökonomie (GemÖk) einzuführen. Das bedeutet, dass alle unsere Einkommen in einen Topf fließen, aus dem alle bedürfnis-orientiert nehmen, was sie brauchen. GemÖk gleicht ungleiche Einkommen aus (z. B. zwischen Gutverdiener*innen und Menschen, die ihre Arbeitszeit ins Projekt geben) und ermöglicht gleichermaßen Wertschätzung für diese Tätigkeiten. Der Wert eines Menschen soll nicht an Geld gekoppelt sein. Es gibt viele Gemeinschaften, die GemÖk praktizieren. Gute Erklärungen finden sich auf der Seite der Luftschlosserei, die ihr Modell ausführlich beschreiben.

Die Fragen, die wir uns stellen und die Themen, die wir wählen, sagen schon manches über die Richtung unseres Werte-Diskurses aus. Dazu eine Auswahl aus der langen Themen-Liste:

  • Umgang mit Ressourcen und Natur: Waldnutzung, Müll, Energie, Wasser…
  • Wie politisch soll der Ort sein? Was gehört noch dazu außer anders zu leben? – bzw. wie unpolitisch soll der Ort bleiben, um Schutzraum zu sein?!
  • strukturelle gesellschaftliche Themen hinterfragen und bearbeiten: Macht, Gender, Kapitalismus, Diskriminierung…
  • Welchen Renovierungsstandard peilen wir an? Welche Materialien wollen wir verwenden?
  • Wie drogenfrei soll der Ort sein? (und was zählt als Droge?)
  • Wie tauschlogikfrei?
  • Wie viel und welche Vielfalt wollen wir? Wie viele der Werte sollen geteilt werden? Was tun, um nicht nur privilegierte Menschen anzuziehen?
  • Wer kauft welche Lebensmittel? ungesundes containertes Essen?!; tierische Produkte?!; eigene private Lebensmittel oder alles für alle?
  • Umgang mit Technik, Datensicherheit, open source
  • Wie viel privates Verhalten ist privat, wie viel politisch, weil es die Welt betrifft? –> Was darf ich an anderen ansprechen und in Diskussion bringen?
  • zeitliches commitment zum Projekt und individuelle Freiheit
  • Tiere: Tierhaltung oder tierfreies Gelände?
  • Privateigentum und Gemeingüter
  • Arbeitsplätze in der Geno? – gerechte Einkommen statt prekäre Arbeitsverhältnisse
  • Umgang mit Autos: autofreies Gelände: Notwendigkeit oder Bequemlichkeit; carsharing
  • Kinder
  • Viele WGs oder eine große Gemeinschaft?
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