FREIFELDFUNK im März

Etwas liegt in der Luft…

Was ist das nur? Plötzlich ist es so anders… Ist es die Sonne, deren Strahlen schon um 7 Uhr das Gelände erkunden? Die Vögel, die uns Konzerte singen als gäb‘s kein Morgen? Der würzige Bärlauchduft, der beim Spazierengehen in der Nase kitzelt?
Keine Frage, der Frühling ist da, aber sowas von! Und nicht nur die Natur läutet die lebendige Jahreszeit ein, in der alles blühen und wachsen darf. Auch in der Freien Feldlage ist die wuselige Saison zum Greifen nah. Wir wachen aus dem Winterschlaf auf und planen drei Veranstaltungen, die wir selbst ausrichten möchten: Das Treffen des Kommuja-Netzwerks im Juni, die erste Auflage unseres Sommerfest (auf das wir uns schon so so so freuen!) und eine Pflanzaktion im Herbst, zu der wir euch natürlich noch einladen werden!

Außerdem haben wir uns mit zwei weiteren Projekten in Harzgerode für eine Förderung des Fonds Soziokultur zusammengeschlossen, um Veranstaltungen für die Bürger*innen im Ort anzubieten.

In the jungle, the mighty jungle…

Um die Pflanzaktion vorzubereiten floss die letzten zwei Monate viel Energie in die Entbuschung (oder wohl eher Entbaumung) der zu gestaltenden Flächen, aber auch in deren Konzeptionierung.

Sowohl das Gelände- als auch das Veranstaltungsteam müssen sich den Weg durch einen Dschungel in zweierlei Hinsicht bahnen:
Zum einen natürlich durch Gestrüpp und Wurzelstümpfe, wie auf der Wiese vor der ehemaligen Isolierstation. Es braucht eine Menge Durchhaltevermögen und Vorstellungskraft, um die Huckelpiste in ein Zeltparadies zu verwandeln. Außerdem soll die dunkle Fichtenreihe neben dem Reflexionsbecken durch eine Hecke aus unterschiedlichen Sträuchern mit essbaren Früchten ersetzt werden, um Pflanzenvielfalt zu fördern. Diese Hecke ist Bestandteil eines geplanten Lehr- und Lernpfades, der über unser Gelände führen und Einblicke in verschiedene Lebensräume geben soll. In vielen Stunden Arbeit wurde ein Teil der Fichten bereits gefällt, sodass einiges an Geäst herumlag und „verstaut“ werden wollte.

Zum anderen ist da noch der Behördendschungel, der viele Kapazitäten und leider auch Optimismus frisst. Momentan berät der Landkreis über ein von uns eingereichtes Konzept, was die Nutzung des Geländes für Außenveranstaltungen sichern und vereinfachen soll. Und zusätzlich zur schier nie enden wollenden Geländepflege kommt der Denkmalschutz nun auch hier ins Spiel. Das bremst zuweilen die Energie, mit der wir die vielen Gestaltungsmöglichkeiten durchdenken und die Freude am Ideenspinnen. Man sollte doch meinen, dass einem 21ha keine Grenzen setzen… Hier gilt es also einen Kompromiss zu finden und dem Bauhaus-Denkmal treu zu bleiben. Was, wie wir finden, sich vor allem durch moderne Strukturen und in die Zukunft gerichtete Gestaltung auszeichnet.

Untypischer Frühjahrsputz

Wir haben aufgeräumt! Und ausgeräumt. Und rumgeräumt.

Zum Beispiel in der Werkstatt, die viele große Maschinen dazugewonnen hat. Durch Freund*innen in Gießen konnten wir eine ehemalige Tischlerei beerben und in einer aufregenden Woche, die für einige wie Weihnachten war, u.a. eine Formatkreissäge und eine Fräse abholen. Der Großteil des Frühjahrsputzes fand dafür in Gießen statt, denn die dortige Werkstatt musste komplett entrümpelt und besenrein hinterlassen werden.

Viel gerödelt wird in Ost-0 und Ost-1, um den Gästebereich für größere Gruppen fit zu machen. Auf dieser Baustelle werden Stockbetten zusammengepuzzelt, Zimmer eingerichtet, Türfenster blickdicht bemalt und Duschen angeschlossen. Wir freuen uns schon sehr darauf, wenn wir einen Haken hinter diese Aufgaben setzen und Besucher*innen empfangen können!

Und auch auf der großen Wiese hat sich etwas getan. Unsere jungen Obstbäume wurden geschnitten, sodass sie nun ihre Triebe sprießen und Knospen blühen lassen können.

Was Nettes zum Schluss

Mal gute Neuigkeiten zum Thema „Corona“! Zwar hat es uns nun, nach zwei Jahren Pandemie, auch erwischt, aber zum Glück ohne Ausbreitung in der Gruppe. Mit drei Infizierten mit sehr milden Verläufen sind wir – physisch gesehen – bisher glimpflich davongekommen.

Und noch eine tolle Nachricht: Dank des Artikels in der Zeitschrift „Monumente“ kamen 61.000€ Spenden zusammen. Ein riesiges Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben. Das Geld ist zwar doch an mehr Auflagen und Zweckgebundenheit gekoppelt als wir anfangs dachten, aber wir finden garantiert ein passendes Projekt.

Als kleinen Gruß zum Abschied hier noch ein Einblick in eine unserer Lieblingsbeschäftigungen der vergangenen Sonntage: Ausgerüstet mit Picknick, dem Stempelheft der Harzer Wandernadel und jeder Menge Sonnenschein Wandern gehen!

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