Das gesamte Ensemble steht unter Denkmalschutz.

Wir geben gerne Führungen. Immer Samstag und Sonntag jeweils 15 Uhr.

„Die Heilstätte Harzgerode wurde 1928–1931 vom Architekten Godehard Schwethelm erdacht und gebaut. Von 1931 bis 1998 wurden hier zunächst Tuberkulose, später auch andere Lungenleiden von Kindern behandelt. Das Gebäudeensemble umfasst das Hauptgebäude, eine Gärtnerei, zwei Ärztewohnhäuser, die Chefarztvilla, eine Isolationsstation, ein Schulgebäude, sowie ein Torhaus.

Im Stil des Neuen Bauens erdacht, ist die Heilstätte Harzgerode heute ein Baudenkmal der klassischen Moderne. Luft und Sonnenlicht sollten die Kinder jener Zeit von ihren Lungenleiden heilen. Verspielte Formen, wie zum Beispiel runde Fenster und Räume, kunstvoll geätzte Scheiben und geschwungene Formen, kindliche Leichtigkeit in einen schlichten Funktionsbau bringen. Charakteristisch für die Heilstätte sind die langen Balkone vor den Patientenzimmern an der Süd- und Ostseite des Gebäudes, welche durch bodentiefe Fenster auch für bettlägerige Kinder zu erreichen waren. Die beiden Bettenflügel Süd und Ost sind in der Mitte durch einen vierseitigen Zentralbau verbunden, in dem sich die Funktionsräume befanden.

Die Heilstätte Harzgerode war das erste Großprojekt des jungen Godehard Schwethelm, der später u. a. auch das Diakonissen-Mutterhaus in Elbingerode entwarf. Überall im Gebäude findet man die typische Handschrift des Architekten in der allgemeinen Formgebung und in kleinen baulichen Details, wie einem Kamin aus Dachziegeln. Während ein Flügel in den 90er Jahren saniert wurde, sind im Altbau noch viele Bauteile im Original vorhanden.“ (aus Wikipedia: Heilstätte Harzgerode; Stand: 17.09.2018)

Denkmal
Treppenhaus Ost
Gärtnerei-Fenster
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Buchhaltung
ehemaliges Patientenzimmer im Südflügel
Südfoyer
Flur Süd
Einbau-Küche
Treppenhaus Ost
Heilstätte Harzgerode von oben
Treppenhaus Torhaus
Chefarztvilla Veranda
Treppenaufgang beim Theatersaal (beauty of decay)
Torhaus Durchfahrt

„Das Neue Bauen war in Deutschland eine Bewegung in der Architektur und im Städtebau in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg bis in die Zeit der Weimarer Republik (1910er bis 1930er Jahre). Sie ist im Kontext zu sehen mit der sich gleichzeitig entwickelnden Neuen Sachlichkeit und der Bewegung De Stijl in den Niederlanden. Stellvertreter des neuen Bauens sind das Bauhaus als experimentelle Lehrstätte und das Neue Frankfurt als erstes umfassendes städtebauliches und soziales Projekt. Der Richtung und damit auch der gesamten Bewegung des Neuen Bauens stand die konservativ ausgerichtete traditionalistische Strömung des Heimatschutzstils gegenüber. Den Begriff Neues Bauen prägte der Architekt Erwin Anton Gutkind mit dem Titel seines 1919 erschienenen Fachbuches Neues Bauen. Grundlagen zur praktischen Siedlungstätigkeit.

Ziel des Neuen Bauens war es, durch Rationalisierung und Typisierung den Einsatz neuer Werkstoffe und Materialien sowie durch sachlich-schlichte Innenausstattungen eine völlig neue Form des Bauens zu entwickeln, bei der der Sozialverantwortung (viel Sonne, Luft und Licht gegen Mietskasernen, Hinterhöfe und beengte Räume) eine zentrale Bedeutung zukam. So entstand eine Vielzahl an Siedlungen, die häufig zu Zeiten von sozialdemokratischen Mehrheiten in den jeweiligen Gemeindevertretungen auf den Weg gebracht wurden.“ aus Wikipedia: Neues Bauen; Stand: 09.12.2019)

Führungen: Immer Samstag und Sonntag jeweils 15 Uhr.

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